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277. Frankenderby zwischen Fürth und Nürnberg
13. August 2026

2. Bundesliga277. Frankenderby zwischen Fürth und Nürnberg
Stand: 13.08.2026 • 16:37 Uhr
Wenn die SpVgg Greuther Fürth den 1. FC Nürnberg empfängt, steht viel auf dem Spiel. Während Vogel Vorfreude verbreitet, gibt sich Klose betont gelassen. Dabei stünden bei einem Sieg die Vorzeichen günstig.
Die neue Saison ist gerade einmal eine Woche alt und schon steht für die SpVgg Greuther Fürth und den 1. FC Nürnberg eines der größten Spiele des Jahres an. Das Frankenderby. Eine ewige Rivalität mit viel Historie, viel Leidenschaft und viel zu Verlieren.
Das Frankenderby live bei BR24Sport: Verfolgen Sie das Duell zwischen der SpVgg Greuther Fürth und dem 1. FC Nürnberg am Samstag, 15. August, ab 13 Uhr live in der Radioreportage und im Ticker.
"Ganz anderes Gesicht": Klose lobt Fürth
Beide Mannschaften sind stark in die Saison gestartet. Der FCN setzte mit einem 3:0 gegen Dynamo Dresden ein Ausrufezeichen und bei der Spielvereinigung weckte ein 1:1 gegen Bundesliga-Absteiger St. Pauli einige Hoffnung, dass der Kampf gegen den Abstieg in dieser Saison nicht das große Thema sein wird. Fürth präsentierte sich deutlich gefestigter als zuletzt.
Das ist auch Nürnbergs Cheftrainer Miroslav Klose nicht entgangen: "Die haben schon ein ganz anderes Gesicht. Andere Mentalität, andere Einstellung - das wird ein gefährlicher Gegner", erklärte er und erwartet: "Ein ausgeglichenes Spiel, in dem Kleinigkeiten entscheiden." Klose ist mittlerweile ein ausgewiesener Derby-Experte. In seiner ersten Saison am Valznerweiher konnte er den Rivalen mit 3:0 und 4:0 besiegen, in der vergangenen Spielzeit gab es zwei Unentschieden.
Lieblingsgegner Fürth? Klose umschifft Fangfrage
Doch Klose weiß nicht nur, wie schwierig diese Partie wird - er kennt auch die kleinen Fallstricke abseits des Platzes, die im Umfeld dieses hitzigen Duells warten. Auf der Pressekonferenz vor der Partie beantwortet er die Frage eines Reporters, ob man Fürth mit Blick auf Kloses positive Bilanz als Lieblingsgegner bezeichnen kann, zunächst nur mit einem Lachen. Nach einer wortlosen Pause setzte er an: "Wenn ich diese Frage mit 'ja' beantworte, kenne ich schon die Schlagzeile. Nein, mein Trainerkollege ist genauso ungeschlagen. Er hat gegen uns auch nicht verloren", sagte er mit Blick auf Fürth-Trainer Heiko Vogel.
"Mutter aller Derbys" - Vogel mit Vorfreude auf Frankenderby
Auch der reagierte nicht gerade überschwänglich auf seine Derby-Bilanz: "Die zwei Derbys waren okay. Das bedeutet aber, dass noch Potenzial da ist." Auch wenn der Club als klarer Favorit in das Duell geht, rechnet sich Vogel Chancen aus - und möchte das Spiel unbedingt gewinnen: "Für mich ist es die Mutter aller Derbys", sagt Vogel und erklärt, dass Siege in diesen Duellen noch immer etwas besser schmecken würden.
Schlüsselspieler Zoma - Vogel setzt aufs Kollektiv
Damit das klappt, muss sein Team vor allen Dingen Angreifer Mohamed Ali Zoma in den Griff bekommen. Der Stürmer hatte zum Saisonauftakt direkt einen Hattrick geschnürt. Kein Wunder, dass Vogel ihn als Schlüsselspieler beim FCN ausgemacht hat. "Das Gute ist, dass Zoma nicht nur gegen einen Spieler spielt, sondern gegen uns als Mannschaft", erklärte Vogel.
Klose über Zoma: "So entspannt wie ich"
Auch Klose betonte mit Blick auf seinen Star-Stürmer, dass dieser nicht alleine auflaufen würde: "Wir wissen, dass er einen sehr, sehr guten Lauf hat. Aber das funktioniert nicht, wenn er nicht die Mitspieler um sich herum hat. Ich habe noch nie gesehen, dass ein Spieler ein Derby alleine entscheidet."
Klose weiß, wovon er spricht, schließlich war er bekanntermaßen selbst ein Stürmer von Weltklasse-Format. Und so werden die Club-Fans einigermaßen erleichtert sein, dass der FCN-Coach mit Blick auf seinen Schützling, den Hype um seine Person und die andauernden Wechselgerüchte sich wenig Sorgen um den Gemütszustand von Zoma macht. "Er ist so entspannt wie ich", sagte Klose. "Man hat ihm gar nichts angemerkt. Er ist sehr bodenständig."
Derby-Sieg als Prophezeiung?
Am Wochenende werden einmal mehr die Augen auf Zoma gerichtet sein. Eine weitere Fabelleistung würde das Interesse an Zoma noch einmal beflügeln. Doch mit einem weiteren Sieg des FCN würden auch die Argumente der Nürnberger, Zoma von einem Verbleib zu überzeugen, deutlich besser werden. Schließlich ist es neun Jahre her, dass der Club zuletzt seine ersten beiden Saisonspiele gewann. In der Saison 2017/18 startete Nürnberg mit einem 3:0 gegen einen Traditionsverein (Kaiserslautern). Danach holte man ein 1:0 gegen einen bayerischen Gegner (Jahn Regensburg). Und am Ende der Saison stand der Aufstieg in die Bundesliga. So weit zu träumen, wäre aber alles andere als bodenständig.
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Quelle: BR24Sport 13.08.2026 - 14:36 Uhr
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