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Sportschau

Vergleich: Hertha zahlt wohl rund vier Millionen Euro an Bobic

13. August 2026

Prozess vor dem Ende?Vergleich: Hertha zahlt wohl rund vier Millionen Euro an Bobic

Stand: 13.08.2026 • 18:23 Uhr

Im Rechtsstreit zwischen Hertha BSC und dem ehemalige Geschäftsführer Fredi Bobic gibt es eine Einigung. Der Vergleich kostet den Fußball-Zweitligisten wohl rund vier Millionen Euro.

Der jahrelange Millionenstreit zwischen Fußball-Zweitligist Hertha BSC und dem ehemaligen Geschäftsführer Fredi Bobic steht vor einem Ende. Beide Parteien haben sich auf einen außergerichtlichen Vergleich verständigt. Eine entsprechende Meldung der "Berliner Morgenpost" [Bezahlinhalt] deckt sich mit rbb-Informationen. Demnach zahlt der Verein dem 54-Jährigen wohl eine Summe von etwa vier Millionen Euro.

Rechtsstreit seit 2023

Hertha hatte Bobic Anfang 2023 eine außerordentliche Kündigung ausgesprochen und ihm vereinsschädigendes Verhalten vorgeworfen. Seitdem gab es verschiedene Verfahren vor mehreren Berliner Gerichten um ausstehende Gehaltszahlungen im mittleren sechsstelligen Bereich sowie eine vertragliche festgelegte Abfindung in Höhe von 2,76 Millionen Euro. Dabei stand im vergangenen Sommer schon einmal ein Vergleich im Raum. Damals hatte das Landgericht den Parteien einen schriftlichen Vergleichsvorschlag gemacht, nach welchem Hertha 3,2 Millionen Euro an seinen Ex-Manager hätte zahlen müssen. Der Anwalt des Vereins, Johan-Michel Menke, bezeichnete den Vorschlag damals als "belastbar" und kündigte an, diesen zu unterstützen. Auch die Bobic-Seite hatte sich zufrieden gezeigt.

Doch dazu kam es nie. Nach Angaben von Bobic lehnte Hertha das vom Gericht gemachte Vergleichsangebot ab. Der Klub teilte damals hingegen mit, dass sich die Parteien im Rahmen des laufenden Verfahrens auf ein vertrauliches Vorgehen verständigt hätten und wollte sich deshalb nicht äußern. Zuletzt hatte das Landgericht Ende September entschieden, dass Hertha seinem früheren Geschäftsführer 3,35 Millionen Euro brutto zahlen muss. Hinzu kommen Zinsen und die Kosten für das Verfahren. Der Hauptstadtklub hatte gegen dieses Urteil Berufung eingelegt.

Nächster Gerichtstermin war für Oktober anberaumt

Obwohl sich die Summe weiterhin in dieser Größenordnung bewegt, hat sich das Hertha-Präsidium nach rbb-Informationen nun zu einer endgültigen Beendigung des Konflikts und der Zahlung entschlossen. So wird es zum nächsten anberaumten Verhandlungstermin am 22. Oktober wohl nicht mehr kommen.

Auf rbb-Anfrage erklärte das Gericht, dass der Fußballklub die Berufung gegen das Vorbehaltsurteil des Landesgerichts bereits Anfang Juli zurückgenommen habe. Zu einer etwaigen Verständigung der Parteien könne man jedoch aktuell noch keine Angaben machen. Erst wenn das Gericht das Zustandekommen und den Inhalt eines zwischen den Parteien geschlossenen Vergleichs durch Beschluss feststellt und dieser den gesamten Streitgegenstand umfasst, sei das Verfahren beendet. Hertha BSC wollte sich auf rbb-Anfrage zunächst nicht zu dem Vorgang äußern und verwies auf das noch laufende Verfahren.

Sendung: rbb|24, 13.08.2026, 14:40 UhrAudio: rbb|24, 13.08.2026, Jens-Christian Gussmann

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