Sportschau
11. Oktober 2026

Stand: 11.10.2026 • 18:26 Uhr
Alemannia Aachen hat in der 3. Liga eine bittere Heimniederlage kassiert. Im Spiel gegen Viktoria Köln am Sonntag (11.10.2026) war die Alemannia nahezu chancenlos und verlor mit 2:5 (1:4). Yannick Tonye (11. Minute), Lucas Wolf (20.), Tim Kloss (38.), David Otto (40.) und Niklas Castelle (58.) erzielten die Treffer für die klar überlegene Viktoria. Beide Aachener Treffer erzielte Lukas Scepanik (22., 90.+5).
Die Kölner setzten durch den Auswärtssieg ihre Erfolgsserie fort und feierten ihren fünften Pflichtspielsieg in Folge. Die Viktoria beendet den achten Spieltag auf dem zweiten Tabellenplatz.
Alemannia Aachen hingegen musste bereits die zweite Heimniederlage der Saison einstecken. Die Schwarz-Gelben rangieren im Tabellen-Mittelfeld der 3. Liga.
Die Alemannia setzte die Gäste in den Anfangsminuten mit ihrem hohen Pressing unter Druck. Daraus resultierte auch die erste Chance des Spiels - Aachen-Stürmer Mika Schroers setzte den Ball aus aussichtsreicher Position aber über das Viktoria-Tor (2. Minute).
Die Kölner konnten sich dank ihres starken Kombinationsspiels aus dem Aachener Druck befreien und suchten selbst die Offensive: Viktoria-Angreifer David Otto kam freistehend zum Kopfball, sein Abschluss aus sieben Metern war aber kein Problem für Aachens Torwart Manuel Riemann (5.).
Gut fünf Minuten später war Riemann dann aber geschlagen: Yannick Tonye traf aus rund 15 Metern mit einer Direktabnahme flach ins Aachener Tor (11.) - Pascal Fallmann hatte den Treffer mit einer präzisen Hereingabe von der rechten Seite vorbereitet.
Auch nach dem Führungstor spielte die Viktoria weiter nach vorne, die Alemannia wirkte dabei zeitweise überfordert: In der 20. Minute unterlief Aachen-Keeper Riemann eine Flanke, und die Viktoria nutzte den Patzer eiskalt aus: Taylan Durman legte per Kopf für Lucas Wolf vor, der den Ball aus kurzer Distanz ins leere Tor schoss.
Die Alemannia reagierte allerdings nicht geschockt, sondern antwortete prompt: Bei einem Eckstoß kam der Ball halblinks im Rückraum zu Lukas Scepanik, dessen Volleyschuss noch aufsetzte und dann im Gäste-Tor landete (22.).
Doch die Viktoria blieb nervenstark und setzte weiter auf Offensive: Zunächst traf David Otto nur den Pfosten (33.), doch dann stellten die Kölner die Zwei-Tore-Führung wieder her: Viktoria-Verteidiger Tim Kloss zirkelte einen Freistoß aus gut 20 Metern gefühlvoll ins Aachener Tor.
Rund zwei Minuten später gelang den Kölnern bereits ihr viertes Tor des Tages, als David Otto aus fünf Metern ins Netz traf (40.). Tobias Eisenhuth hatte den Ball flach in den Strafraum gespielt, Alemannia-Verteidiger Petros Bagalianis bekam den Ball nicht unter Kontrolle, der dann bei David Otto landete - der Viktoria-Torjäger reagierte gedankenschnell und schoss den Ball hoch ins Netz.
Als Schiedsrichter Michael Näther zur Halbzeitpause pfiff, gab es auch zahlreiche gellende Pfiffe von den Alemannia-Fans zu hören.
Eine Aufholjagd der Aachener gab es in der zweiten Halbzeit nicht. Stattdessen spielte sich die Viktoria zu Beginn des zweiten Durchgangs Chancen heraus.
Und in der 58. Minute gelang den Gästen dann auch ein weiterer Treffer - sie hatten dabei wieder von einem Abwehrfehler profitiert: Der Kölner Niklas Castelle luchste Bagalianis den Ball ab, als der einen Rückpass zum Torwart spielen wollte. Der Ex-Aachener Castelle hatte keine Mühe, den Ball im Tor unterzubringen. Aus Respekt vor seinem Ex-Klub hob Castelle lediglich die Arme und verzichtete aufs Jubeln.
Nach ihrem fünften Treffer schalteten die Kölner einen Gang herunter und überließen den Aachenern nun vermehrt den Ball. Die Alemannia kam auch zu mehreren Chancen, blieb aber glücklos: Zunächst schoss Georg Ermolaev aus spitzem Winkel am Gäste-Tor vorbei (70.), wenig später scheiterte der eingewechselte Daniel Starodid mit einem Schuss an Viktoria-Keeper Arne Schulz, der stark parierte (78.).
Zu allem Überfluss musste bei der Alemannia auch Bagalianis noch verletzt ausgewechselt werden (76.), für ihn kam Kacper Koscierski.
In der Schlussphase plätscherte das Spiel dahin. Auf den Rängen des Tivoli-Stadions war es ungewohnt still, ehe Scepanik in der Nachspielzeit noch das zweite Aachener Tor erzielte - er nutzte einen Abspielfehler des Viktoria-Keepers Schulz.
Es war jedoch nicht mehr als Ergebniskosmetik bei einem überaus souveränen Kölner Auswärtssieg.
Beide Teams sind bereits am Mittwoch (14.10.2026) wieder in der 3. Liga im Einsatz: Die Alemannia ist ab 19.00 Uhr beim SV Wehen Wiesbaden zu Gast, die Viktoria empfängt zeitgleich die SG Sonnenhof Großaspach.
Sendung: WDR.de, Viktoria Köln zerlegt Alemannia Aachen auf dem Tivoli, 11.10.2026, 18.50 Uhr
Artikel von Sportschau. GoalingBreak zeigt den Text zur leichteren Lesbarkeit an: Alle Rechte verbleiben beim Herausgeber.
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