Sportschau
12. Oktober 2026

Stand: 12.10.2026 • 17:09 Uhr
Der FC Hansa Rostock empfängt den SV Meppen am Dienstagabend zum Nordduell in der Dritten Liga. Während die Mecklenburger den Schwung aus dem Würzburg-Spiel mitnehmen wollen, hoffen die Emsländer auf ein Ende ihrer Sieglos-Serie.
Nach der Partie am vergangenen Samstag im weit entfernten Würzburg inklusive Rückreise lag der Fokus der Mecklenburger vor dem Spiel nur drei Tage später gegen Meppen (19 Uhr, im NDR Livecenter) auf Regeneration. "Wir müssen frisch sein, wir brauchen die gleiche Intensität gegen den Ball - das ist die Basis, um zu Null zu spielen", sagte Trainer André Breitenreiter vor dem Norduell.
Rostock geht mit Rückenwind in die Partie. Am vergangenen Spieltag gelang beim Drittliga-Debüt des neuen Coaches Breitenreiter nicht nur ein 2:0 gegen die Würzburger Kickers, sondern auch die erste Begegnung der Spielzeit ohne Gegentreffer. Der Erfolg dürfte der Mannschaft Selbstvertrauen geben.
Gegen Meppen hat der FCH nun die Möglichkeit, den positiven Eindruck zu bestätigen und vor heimischem Publikum nachzulegen. "Die Mannschaft wird gut vorbereitet sein und ich werde die Möglichkeit haben, die Atmosphäre zu genießen und aufzusaugen", freute sich der gebürtige Hannoveraner auf das Flutlichtspiel.
Entscheidend wird dabei vor allem sein, ob die Rostocker ihre defensive Stabilität beibehalten und gleichzeitig mehr Durchschlagskraft im Angriff entwickeln. Denn die Mecklenburger sind nach acht Spieltagen und 15 Zählern auf dem Konto zwar punktgleich mit dem drittplatzierten Rot-Weiss Essen, haben aber im Vergleich zu den anderen Aufstiegsanwärtern die schlechteste Tordifferenz (17:15). "Wir wollen die Kontrolle haben, schnell in die Tiefe spielen und viele Torcchancen herausspielen. Und wenn es geht, noch besser in der Chancenverwertung sein", so Breitenreiter.
Der SV Meppen kommt dagegen mit größerem Druck an die Ostsee. Das jüngste Ligaspiel gegen die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart endete 1:1 (1:1), es war der erste Punktgewinn für den SVM nach zuvor vier Pleiten am Stück, aber dennoch das fünfte sieglose Spiel in Folge für das Team von Trainer Lucas Beniermann. Mit sieben Zählern belegen die Niedersachsen aktuell den vorletzten Platz, haben auf das rettende Ufer aber nur einen Zähler Rückstand.
Dennoch warnte Breitenreiter vor den Niedersachsen: "Sie suchen sofort und unmittelbar den Weg nach vorne. Wir müssen auf Umschaltmomente achten und einfache Ballverluste vermeiden." Den Fans gab der ehemalige Bundesliga-Stürmer mit auf den Weg: "Jeder der in Stadion kommt sollte wissen, dass die Favoritenrolle zwar verteilt ist, wir unsere Fans aber von der ersten bis zur letzten Minute benötigen."
Seit 1992 trafen beide Mannschaften in der 2. Bundesliga und der 3. Liga insgesamt 14-mal aufeinander. Die Bilanz ist nahezu ausgeglichen: Hansa gewann sechs Partien, Meppen fünf, dreimal gab es ein Unentschieden. Das Torverhältnis spricht mit 22:21 knapp für die Mecklenburger.
Auch Hansa-Coach Breitenreiter hat seine eigene Geschichte mit den Emsländern. "Als Trainer des TSV Havelse haben wir in Meppen eigentlich fast immer gewonnen", sagte der 53-Jährige. "Es ist schön, dass sie wieder aufgestiegen sind." Die Punkte will der Rostocker Trainer aber dennoch an der Ostsee behalten.
Hansa Rostock: Unbehaun - Karada, Gürleyen, Carstens, Kölle - Schuster, Dirkner - Kopacz, Dietze, Dajaku - Voglsammer
SV Meppen: Pünt - Domröse, Sprekelmeyer, Rankic, Mißner - Deters, Zehir, Borsum - Prasse, Akono, Schmitt
Dieses Thema im Programm: NDR 1 Radio MV | Der Tag | 12.10.2026 | 16:40 Uhr
Artikel von Sportschau. GoalingBreak zeigt den Text zur leichteren Lesbarkeit an: Alle Rechte verbleiben beim Herausgeber.
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