Sportschau
12. oktoober 2026

Stand: 12.10.2026 • 19:56 Uhr
Mit seinem Rekord-Hattrick wurde Peter Remmert zum MSV-Helden. Nun wartet auf Duisburg in Saarbrücken (Dienstag, 19 Uhr/Live im Audiostream auf wdr.de) das nächste Spitzenspiel.
"Es ging alles ziemlich schnell", sagte Peter Remmert nach seinem Dreierpack gegen Hoffenheim II. Beim Stand von 0:2 sorgte der 21-Jährige innerhalb von sechs Minuten für den absoluten Wahnsinn an der Wedau und für einen neuen Liga-Rekord.
In der 18-jährigen Geschichte der Liga hat kein Spieler schneller einen lupenreinen Hattrick erzielt. Bislang hielt Ali Lukunku den Rekord: Der Stürmer hatte 2009 im Dress von Erzgebirge Aue sieben Minuten für drei Tore benötigt.
Bei Remmert ging es am Samstag eben noch einen Ticken schneller. Nach der laut Trainer Dietmar Hirsch "schlechtesten Halbzeit", die er bisher von seiner Mannschaft gesehen hatte, lief der MSV einem 0:2 hinterher. Remmert, ausgeliehen von Schalke 04, kam zur zweiten Halbzeit, brauchte 25 Minuten um rein zu kommen und drehte dann so richtig auf.
Nur 85 Sekunden nach dem Anschlusstreffer legte Remmert nach. "Dann explodiert das Stadion", sagt der Stürmer, der wieder nur vier Minuten später bei Fans, Mannschaft und Trainer für Ekstase sorgte. "Sowas geht nur hier", sagte Hirsch, der vom "besonderen Charakter" seiner Mannschaft beeindruckt war. "Alle sind in einen Flow gekommen, das kann man nicht erklären, das ist Leidenschaft, Mentalität."
Für Remmert war es nicht nur wegen der drei Tore ein besonderer Abend. "Ich war die ersten vier Spiele gar nicht im Kader, hatte auch keine einfache Zeit am Anfang." Das Vertrauen habe er aber jederzeit gespürt: "Jeder hat das gleiche Standing in der Mannschaft, jeder wird gebraucht. Das zeichnet uns aus."
Remmert hat mindestens drei Argumente geliefert, warum er beim nächsten Spitzenspiel am Dienstag ein Kandidat für die Startelf ist. Denn schon am drei Tage nach dem siebten Saisonsieg ist der MSV beim Tabellenfünften in Saarbrücken gefordert.
Trotz der schwachen ersten Halbzeit gegen Hoffenheim geht Duisburg als absoluter Favorit in die Partie. 21 Punkte, 22:9 Tore und die Comeback-Qualitäten vom Samstag zeigen, dass der MSV zurecht das aktuelle Top-Team der Liga ist.
Vor allem Defensiv hat sich das Team von Trainer Hirsch in den letzten beiden Jahren enorm gefestigt. Nach einer ähnlich starken Anfangsphase folgte in der vergangenen Saison im Winter der Einbruch. Ein solcher ist vom aktuellen MSV in dieser Form nicht zu erwarten.
"Sie sind unfassbar stabil geworden", sagt auch Milan Šašić, ehemaliger MSV-Trainer im Gespräch mit dem WDR. "Mit dieser Abwehr kannst du Meister werden, solltest du Meister werden", sagt Šašić, der 2011 mit Duisburg das DFB-Pokalfinale erreichte.
Einen großen Anteil an der aktuellen Duisburger Dominanz haben laut Šašić auch das Umfeld und die Fans. "Du brauchst ein stabiles Umfeld. Da machen der MSV und Michael Preetz einen guten Job."
Am Dienstag ist der MSV erst einmal auswärts gefordert, ehe es am Sonntag (16.30 Uhr) im nächsten Heimspiel zum Spitzenspiel kommt. Mit Viktoria Köln kommt der aktuelle Tabellenzweite nach Duisburg.
Sendung: WDR.de, Stürmt Hattrick-Held Remmert auch in Saarbrücken für den MSV?, 12.10.2026, 19:31 Uhr
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