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Sportschau

2. Bundesliga: Wer sind die Favoriten auf den Aufstieg?

3 august 2026

2. Bundesliga VorschauWolfsburg steigt auf, Dresden als "Dark Horse"

Stand: 07.08.2026 • 23:12 Uhr

Der VfL Wolfsburg geht als Topfavorit auf den Aufstieg in die frisch begonnene Zweitliga-Saison. Dahinter ist es eng - infrage kommen ein Lokalrivale der "Wölfe" und ein Geheimfavorit mit ruhmreicher Historie.

Nein, als Absteiger aus der Fußball-Bundesliga gehört man im Jahr darauf nicht automatisch zu den Aufstiegskandidaten in Liga zwei. So verpassten beispielsweise im vergangenen Jahr mit dem VfL Bochum und Holstein Kiel beide Absteiger die direkte Rückkehr ins Oberhaus klar. In den Jahren zuvor scheiterten unter anderem Darmstadt 98 und Hertha BSC, auch der FC Schalke verbrachte länger als gedacht in Liga zwei - ganz zu schweigen vom Hamburger SV.

Wolfsburg - mehr Topfavorit geht nicht

Dass aber in der neuen Zweitliga-Saison Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg den direkten Wiederaufstieg verpasst, das scheint nahezu ausgeschlossen. Zwar haben die "Wölfe" ihren Kader verkleinert, sie haben aber auch schon mehr als 20 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben. Unter anderem sind die Zweitliga-Topspieler Fabian Reese (Hertha BSC) und Fraser Hornby (Darmstadt 98) neu mit dabei. Stand jetzt bleiben Spieler wie Maximilian Arnold und Christian Eriksen den Niedersachsen erhalten. Mit Tobias Strobl wurde ein junger und aufstrebender Trainer geholt, der beim finanzstarken Klub aus der Autostadt den "Betriebsunfall Abstieg" schnell vergessen lassen soll.

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Hannover will mit Titz und Boldt nach oben

Doch was passiert dahinter? Neben Wolfsburg ist wohl am ehesten Hannover 96 der Aufstieg zuzutrauen. In der vergangenen Saison scheiterten die "Roten" mit nur zwei Punkten Rückstand knapp. Der Traditionsverein vertraut weiter auf Trainer Christian Titz, der neue Geschäftsführer Sport, Jonas Boldt, soll frische Impulse bringen.

Der Weggang der Leistungsträger Enzo Leopold (Mönchengladbach) und Noel Aseko (FC Bayern) war schmerzhaft, doch Lars Gindorf kehrt zurück - mit der Empfehlung von 28 Drittliga-Treffern für Alemannia Aachen als Torschützenkönig der 3. Liga.

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Fragezeichen bei Heidenheim und St. Pauli

Hinter Wolfsburg und Hannover beginnt schon der sogenannte "erweiterte Favoritenkreis". Auch die Bundesligaabsteiger 1. FC Heidenheim und FC St. Pauli wollen direkt wieder hoch. Die Heidenheimer haben den Abstieg nach drei Jahren Bundesliga gelassen hingenommen. "Das wirft uns jetzt nicht um", war der allgemeine Tenor. Natürlich wieder mit dabei ist Trainer Frank Schmidt. Der 52-Jährige steht seit fast 19 Jahren an der Seitenlinie. "Zweite Liga kennen wir, da haben wir neun Jahre gespielt", sagt Schmidt. Der hat in Marc Schnatterer eine echte Vereinsikone als Co-Trainer neu an seiner Seite. Das alles klingt schon ein wenig nach Wiederaufstieg.

Den peilt auch der FC St. Pauli an, wenn auch eher verhalten. Das liegt vor allem daran, dass Spieler wie Hauke Wahl (Wolfsburg) oder Nikola Vasilj (Al-Diriyah) den Verein verlassen haben. Mit Branimir Hrgota (Greuther Fürth) und Marcus Mathisen (Magdeburg) kommen aber zwei gestandene Zweitligaprofis ablösefrei.

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Aderlass in Darmstadt und Berlin

Hoffnungen machen dürfen sich auch der 1. FC Nürnberg, der 1. FC Kaiserslautern, der VfL Bochum und Holstein Kiel. Bei Darmstadt 98 war der Aderlass mit den Abgängen von Fraser Hornby (Wolfsburg) und Isac Lidberg (Mönchengladbach) wohl zu stark. Auch die Hertha aus Berlin muss mit Kennet Eichhorn (Leverkusen), Fabian Reese (Wolfsburg), Torwart Tjark Ernst (Feyenoord Rotterdam) und Michael Cuisance (RC Lens) namhafte Abgänge verkraften. So gehört auch der Hauptstadtklub nicht zu den Teams, die um den Aufstieg mitspielen. Geschäftsführer Peter Görlich gab einen einstelligen Tabellenplatz als Saisonziel aus.

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Dynamo Dresden als "Hot Take" für die Beletage

Und da gibt es da noch ein waschechtes "Dark Horse" im Unterhaus: der achtmalige DDR-Meister Dynamo Dresden. Nach dem Wiederaufstieg 2025 hat sich Dynamo seit Januar still und heimlich zu einem der besten Teams der 2. Liga gemausert. 28 Punkte holte die Mannschaft von Thomas Stamm in der Rückrunde – nur Hannover 96 und die späteren Aufsteiger Paderborn und Schalke waren besser.

Bis auf Kofi Amoako wurden alle Stammspieler gehalten. Dazu investierten die Dresdner 3,25 Millionen Euro in den Kader, stärkten vor allem die Defensive und konnten frühzeitig mit allen Spielern trainieren. "Wir sind auf einem guten Weg", sagte Coach Thomas Stamm eher zurückhaltend nach dem 2:1-Testspielsieg gegen Bundesligist Union Berlin.

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Doch wer weiß das alles schon in einer Liga, in der gemeinhin jeder jeden schlagen kann. In der vergangenen Saison stiegen mit der SV Elversberg und dem SC Paderborn zwei Teams auf, die zuvor kaum einer ganz oben auf dem Zettel hatte.

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Dieses Thema im Programm: sportschau.de | Wer gehört neben Wolfsburg zu den Aufstiegsfavoriten? | 03.08.2026 | 10.00 Uhr

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